Online-Veranstaltungsreihe Feministische Politik: Alles muss anders werden! Feministische Politik in Zeiten von und nach Corona

17. Juni 2020 

Datum/Zeit
Date(s) - 17/06/2020
20:00 - 21:30

Kategorien


Veranstaltungsreihe Feministische Politik

Vom 17. Juni bis 8. Juli 2020, immer mittwochs, immer 20 Uhr

Frauen kommt in Krisen, wie wir historisch wissen, eine besondere Bedeutung zu. Durch strukturelle Benachteiligungen sind sie von Härten und Einschnitten besonders betroffen, durch Rollenzuschreibungen und verlagerten Handlungsdruck besonders gefordert, mangels politischer Einsichten und Mehrheiten für neue, geschlechtergerechte Notwendigkeiten gehen sie häufig als Verliererinnen aus Krisenpolitiken hervor. Linke Politikerinnen diskutieren in vier online Veranstaltungen mit kompetenten Gästen die Auswirkungen des Pandemie Lockdowns auf die Lebenswirklichkeit von Frauen und erörtern, welche Maßnahmen jetzt notwendig sind.

Schaltet euch ein und diskutiert mit!

Link zur Webseite der Veranstaltungsreihe: bitte hier “klicken”

Alles muss anders werden! Feministische Politik in Zeiten von und nach Corona

Mittwoch, 17. Juni 2020, 20 Uhr 

Noch weniger Erwerbseinkommen, noch mehr Sorgearbeit, noch mehr Gewalt. Das lassen wir nicht zu, damit muss sofort Schluss sein!

In der Pandemie verschärft sich die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern und die ohnehin alltägliche Gewalt gegenüber Frauen nimmt noch weiter zu. Frauen tragen die Hauptlast. Bei der Arbeitsteilung kommt es zu einer Retraditionalisierung, nur 60 Prozent derjenigen Paare mit Kindern unter 14 Jahren in Deutschland, die sich die Sorgearbeit vor der Corona-Pandemie gleich aufgeteilt haben, tun dies auch während der Krise. Durch die Schließung von Kitas und Schulen sind Frauen in einen noch höheren Druck geraten.

Frauen sind nicht nur besonders von der Corona-Krise betroffen. Sie sind in den so genannten systemrelevanten Berufen überrepräsentiert und unterbezahlt und leisten den zentralen Teil der Erziehungs-, Bildungs- und Sorgearbeit.

Diese Not der verminderten Erwerbstätigkeit einerseits und der vermehrten Kinderbetreuung andererseits trifft Frauen wesentlich stärker als Männer. Das kann insbesondere auf lange Sicht verheerende Folgen haben. Armut und Existenznot treten dann noch stärker auf den Plan und Selbstbestimmung muss neu erkämpft werden.

Die Debatte um Sozialausgaben, Kürzungen von Löhnen und wer das bitte alles zahlen soll werden erst noch richtig an Fahrt aufnehmen, Erwerbslosigkeit wird ansteigen und die Antwort der Bundesregierung wird so einfach wie hart sein: die Zeche sollen all jene bezahlen, die wirklich wichtige Arbeit machen.

In der Krise wird auch deutlich ein Zurück zum Vorher reicht nicht! Denn das war auch schon vorher ein Desaster. Also: Wir müssen das Schlimmste verhindern und alles muss anders werden. Was wir konkret wollen und wie wir das hinbekommen, diskutieren wir am 17. Juni ab 20 Uhr mit

  • Doris Achelwilm, Bundestagsabgeordnete DIE LINKE
  • Katharina Göpner, Referentin der Geschäftsstelle des bff – Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe in Deutschland
  • feministische Ökonomin (angefragt)
  • Moderation: Friederike Benda Parteivorstand

Zoom: us02web.zoom.us/j/84258670208
Telefon: +49 695 050 2596 or +49 69 7104 9922 or +49 30 5679 5800
Webinar-ID: 842 5867 0208

Livestream

Alle Verstaltungen werden zeitgleich zu Zoom auch im Livestream übertragen.

Link zur Webseite des Livestreams: bitte hier “klicken”