Interviewfragen der Filderzeitung an Heinrich Brinker

12. September 2017  Position, Pressemitteilung, Wahlen
Wann standen Sie das letzte Mal auf der Filderebene im Stau? Und was sollte gegen den Stau unternommen werden?
Ich kann mich gar nicht erinnern ohne Stau zur Arbeit gekommen zu sein. Staus sind nur zu vermeiden, wenn das Verkehrsvolumen reduziert wird. Wir benötigen dringend einen preisgünstigen und zuverlässigen ÖPNV. Hierzu gehört auch, dass der Bus- und Bahnverkehr auf dem Land dazu passt.

Die Region lebt vom Automobilbau. Wie sieht für Sie die Zukunft der Mobilität aus?
Um die Klimaziele zu erreichen, reicht es nicht den Motor zu tauschen, sondern die Anzahl der Fahrzeuge muss reduziert werden. Selbst der reine Wechsel zur E-Mobilität reduziert den Aufwand im Fahrzeugbau und wird Arbeitsplätze kosten. In Zukunft benötigen wir einen leistungsfähigen ÖPNV. Jetzt muss in neue Technologien und umweltverträgliche Produkte investiert werden, damit unsere Region auch in Zukunft ein leistungsfähiger Technologiestandort bleiben wird. Milliarden für die Zukunft statt für Profite.
Hat das wirtschaftliche Wachstum auf den Fildern natürliche Grenzen? Und wenn ja, welche?
Auf den Fildern ist der Ackerboden besonders wertvoll und darf nicht weiter durch Versiegelung vergeudet werden. Außerdem brauchen die Menschen hier ausreichenden und gesunden Lebensraum, und keine weitere Industrieverdichtung.
Was können Sie in Berlin tun, damit auf den Fildern die Mieten nicht weiter steigen?
Der Bau bezahlbarer Wohnungen für Durchschnittsverdiener und Menschen mit geringem Einkommen hat für mich Priorität, deshalb setze mich für den sozialen, gemeinnützigen Wohnungsbaus ein. Statt auf allgemeine steuerliche Anreize setzt die LINKE auf gezielte Zuschuss- und Förderprogramme. Dafür wollen wir ein 5-Milliarden-Euro-Programm auflegen, um durch Bau, Kauf und Ankauf von Belegungsbindungen bis zu 250.000 Sozialwohnungen zu schaffen. Wir möchte eine Mietpreisbremse, die den Namen verdient.
Was würden Sie tun, um den Kommunen bei der Integration von Flüchtlingen zu helfen?
Der Bund muss die Integration zu 100% finanzieren.


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